Race Around Austria 2018

2018 2017 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010 2009

Im vierten Anlauf zum Sieg!

Patric Grüner heißt der Gewinner des Race Around Austria 2018. Nach drei zweiten Plätzen durfte der Tiroler bei seiner vierten Teilnahme über den Sieg beim härtesten Radrennen Europas jubeln. 3 Tagen 16 Stunden und 24 Minuten benötigte der 32-Jährige bei der Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen des Rennens für die 2.200 Kilometer lange Strecke rund um Österreich und hielt den Vorjahressieger Markus Hager aus Deutschland auf Distanz. Mit Michael Kochendörfer platzierte sich auch auf dem dritten Rang ein deutscher Fahrer.

Nachdem er 2014, 2015 und 2016 Zweiter wurde, war es bei seiner vierten Teilnahme beim Race Around Austria soweit. Patric Grüner darf sich Sieger des härtesten Radrennens Europas nennen. „Ich bin jetzt zum vierten Mal dabei und freue mich riesig. Ich hatte anfangs einige Probleme, musste mehr schlafen als geplant, wodurch ich in Rückstand geriet“, schilderte Grüner. Diesen konnte der 32-jährige Längenfelder allerdings Kilometer für Kilometer aufholen und „als wir im schönen Tirol in den Bergen waren, habe ich dann Gas gegeben.“ Am Ende holte sich der Extremsportler in 3 Tagen 16 Stunden und 24 Minuten den Sieg beim zehnjährigen Jubiläum des härtesten Radrennens Europas.

Ein spannendes Rennen um den Sieg lieferte sich Grüner mit dem Deutschen Markus Hager, der am Ende mit einer Zeit von 3 Tagen 19 Stunden und 30 Minuten den zweiten Platz belegte. Damit komplettierte der 49-jährige seine Trophäensammlung beim Race Around Austria nach einem dritten Platz 2014 und seinem Vorjahressieg. Er konzentriere sich heuer weniger auf die Gegner und die Platzierung. „Das Ziel sei es, die Siegerzeit aus dem vergangenen Jahr zu unterbieten. Wofür diese Zeit dann reicht, wird sich weisen“, erklärte der Bayer im Vorfeld. Am Ende reichte es für den zweiten Platz, worüber der Bayer sehr glücklich war. „Das ganze Rennen war perfekt. Patric Grüner war einfach schneller und ich freue mich sehr für ihn“, sagte der Bayer, der während des gesamten Rennens keine einzige Minute schlief. „Ich habe die erste Schlafpause so lange hinausgezögert, bis ich mir dachte, jetzt kann ich den Rest auch noch fertig fahren“, erklärte Hager nach seiner Fahrt.
Auch Platz drei geht an einen erfahrenen Teilnehmer beim Race Around Austria. Michael Kochendörfer darf sich bei seiner vierten Teilnahme über den ersten Platz auf dem Podium freuen. 4 Tage 3 Stunden und 24 Minuten benötigte der 50-jährige Deutsche bei seiner Umrundung der Alpenrepublik.

Anna Bachmann mit Fabelrekord beim Race Around Austria

Die Feldkircherin Anna Bachmann hat in 4 Tagen 13 Stunden und 31 Minuten Österreich umrundet und kürte sich damit zur Siegerin bei der zehnjährigen Jubiläumsausgabe des Race Around Austria auf der Extremdistanz. Mehr als sieben Stunden war die 27-Jährige auf der 2.200 Kilometer langen Strecke rund um Österreich schneller als die bisherige Bestmarke. Die zweitplatzierte Schweizerin Isabelle Pulver musste sich nach einem spannenden Duell nur knapp geschlagen geben.

 

Der Streckenrekord in der Damenwertung ist nach sieben Jahren wieder in Österreich. „Es war eine gigantische Fahrt. Die letzten 200 Kilometer waren noch einmal sehr hart aber ich bin dankbar und demütig, es ist ein Privileg jetzt als Siegerin hier zu stehen“, war Anna Bachmann im Ziel überglücklich. Die 27-Jährige hatte bereits im Vorfeld angekündigt, die Rekordzeit angreifen zu wollen. Sie habe gewusst, dass sie körperlich gut drauf sei, aber dass es so läuft, habe sie selbst nicht erwartet.  Neben ihrer Siegerzeit war die Feldkircherin auch von der Stimmung während des Rennens überwältigt. „Vom hintersten Burgenland bis in die tiefe Steiermark waren immer wieder Fans auf der Strecke, das hat mir total viel Energie gegeben. Mich hat überrascht, wie emotionsgeladen diese Tage waren. Auch der Zweikampf mit Isabelle Pulver war megacool und für alle ein tolles Erlebnis“, schwärmte Bachmann vom Duell mit der zweitplatzierten Schweizerin.

Die 46-Jährige Physiotherapeutin aus Ittingen musste sich mit einer Zeit von 4 Tagen 14 Stunden und 17 Minuten nur knapp geschlagen geben. Die konnte das Rennen 2014 gewinnen, musste im vergangenen Jahr wegen gesundheitlicher Beschwerden allerdings aufgeben. Daher hatte das Erreichen der Ziellinie für sie heuer Priorität. „Mein Ziel war vorrangig das Rennen zu beenden. Dass mir das gelungen ist und ich meine bisherige Bestzeit unterbieten konnte, macht mich sehr glücklich. Herzliche Gratulation an Anna Bachmann. Was sie geleistet hat, ist einfach nur eine Hammerleistung“, freute sich die Schweizerin nach dem „spannendsten Rennen, das ich jemals gefahren bin.“

Franz Scharler gewinnt RAA 1500

„Sensationell“, beschrieb Franz Scharler um 3 Uhr morgens das Gefühl nach seiner Zielankunft in St. Georgen im Attergau. In Rekordzeit absolvierte der Salzburger die 1500 Kilometer lange Strecke, bei der im Gegensatz zur Extremdistanz der Westteil Österreichs ausgelassen wird. „Soboth, Großglockner und die namhaften Anstiege waren sehr hart. Insgesamt war es aber richtig cool und die letzten Kilometer waren einfach nur zum Genießen“, beschrieb Scharler, der das gesamte Rennen mit nur fünf Minuten Schlaf absolvierte. Der Uttendorfer lieferte sich ein spannendes Duell mit dem Zweitplatzierten Christian Gammer, bei dem er am Ende die Nase vorne hatte. „Am Großglockner habe ich versucht, mich abzusetzen, das hat eigentlich ganz gut funktioniert. Dann habe ich es durchgezogen und eigentlich nicht mehr aufgehört zu pushen“, beschreibt der Salzburger den Rennverlauf. Nach einem 5. Platz bei der Race Around Austria CHALLENGE im vergangenen Jahr und dem Sieg über 1.500 Kilometer denkt der 42-Jährige schon an weitere Herausforderungen: „Eine Teilnahme auf der Extremdistanz ist natürlich schon im meinem Kopf, vielleicht schon nächstes Jahr. Aber jetzt genieße ich einmal den Sieg.“Der Salzburger Franz Scharler kürte sich in der Nacht auf Samstag zum Gewinner des Race Around Austria 1500. Bei der Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen des härtesten Radrennens Europas bewältigte der 42-jährige Uttendorfer die 1500 Kilometer auf der „kurzen“ Umrundung Österreichs ohne Westteil in 2 Tagen 11 Stunden und 21 Minuten am schnellsten und verbesserte damit auch den Streckenrekord.

 Oberösterreicher komplettieren Podium

Knapp geschlagen geben musste sich der Bad Schallerbacher Christian Gammer, der nach 2 Tagen 12 Stunden und 27 Minuten ins Ziel kam. „Es war ein enges Rennen. In der Nacht war ich ein bisschen besser, untertags war Christian voran. In Summe war er einfach der schnellere Fahrer“, gratulierte Gammer seinem Gegner im Ziel. „Ich bin aber sehr glücklich über den zweiten Platz. Endlich auf dem Podium zu stehen ist ein super Gefühl“, freute sich der 30-Jährige über den ersten Stockerlplatz nach seiner fünften Teilnahme beim Race Around Austria.
Mit Nikolaus Pichler stand ein weiterer Oberösterreicher auf dem Podium. Der Steyregger war 2 Tage 17 Stunden und 59 Minuten unterwegs. Dass das Race Around Austria nicht nur ein geographischer, sondern auch ein körperlicher und mentaler Grenzgang ist, wusste der 43-Jährige im Ziel zu berichten. „Es war unglaublich, es war unglaublich fordernd. Ich war eigentlich mehrmals raus aus dem Rennen, hatte auch mit Knieproblemen zu kämpfen. 60 Kilometer vor dem Zieleinlauf, war ich der Meinung, das Rennen sei zu Ende und wollte heimfahren“, beschrieb der Drittplatzierte die Folgen des Schlafentzugs. 

Oberösterreichische Siege bei den Teambewerben

Mit der Ankunft der Teams neigt sich das Race Around Austria 2018 bei seiner Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen dem Ende zu. Nach 2.200 Kilometern rund um Österreich durften sich zwei oberösterreichische Teams über die Titel beim härtesten Radrennen Europas freuen.

Im Bewerb der Zweierteams gewann Akkura Sports mit Hannes Moshammer und Klaus Gruber aus St. Georgen im Attergau. 3 Tage 6 Stunden und 37 Minuten benötigten die beiden Lokalmatadore für die Umrundung Österreichs. „Wir sind überglücklich mit dem Sieg und begeistert, dass alles genauso funktioniert hat, wie wir es uns vorgestellt haben. Die Voraussetzung, um bei diesem Rennen schnell zu sein, ist ein gut funktionierendes Team und das haben wir gehabt“, lobten die beiden vor allem die Arbeit ihrer Betreuer.Für Hannes Moshammer ist das Race Around Austria nicht nur als aktiver Athlet eine Herzensangelegenheit, auch in der Betreuung anderer Athleten bringt der St. Georgener seine Erfahrung ein. So auch bei einem indischen Zweierteam, das im vergangenen Jahr am Start war. „Aus dieser Zusammenarbeit hat sich eine Freundschaft ergeben. Wir haben immer noch Kontakt. Beim Race Around Austria werden auch internationale Freundschaften geschlossen“, erzählt der 33-Jährige über seine Erfahrungen auf und neben der Strecke.   
Rang zwei ging an das IQ12 Cycling Team mit den deutschen Fahrern Pascal Höhn und Christian Panusch. 3 Tage 8 Stunden 39 Minuten betrug die Fahrzeit der beiden Bayern. Den dritten Platz belegte das Team Kilometerfresser. Dirk Führer und Sandro Schier erreichten nach 3 Tagen 12 Stunden und 34 Minuten wieder das Ziel in St. Georgen im Attergau. 


Österreichische Team-Meisterschaft geht ins Innviertel

Den Mannschaftsbewerb im Viererteam gewann der CLR Sauwald Cofain 699 mit den Fahrern Christoph Mühringer, Amadeus Cosimo Lobe, Patrick Harner und Markus Eichinger. 2 Tage, 15 Stunden und 35 Minuten benötigten die vier Oberösterreicher für die Strecke rund um die Alpenrepublik. Akribische Planung, schnelle Beine und nicht zuletzt ein gut funktionierendes Team waren die Schlüssel zum Erfolg für die Innviertler, die mit einem 15-köpfigen Betreuerteam unterwegs waren. Neben dem Sieg in der Mannschaftswertung darf sich das Team auch über den heuer erstmals vergebenen österreichischen Meistertitel freuen. „Das Gefühl im Ziel ist gewaltig. Wir hätten nie gedacht, dass wir so schnell sein würden und sind überwältigt. Es wird wohl noch eine Zeit dauern, bis wir diesen Erfolg realisiert haben“, freuten sich die vier über Sieg und Meistertitel.
Platz zwei ging an das HILL Racingteam mit Leo Hillinger, Benjamin Karl, Johannes Hessenberger und Wolfgang Krenn. Das Vierergespann lieferte sich bis kurz vor dem Ziel ein spannendes Rennen mit den späteren Gewinnern und musste sich in einer Fahrzeit von 2 Tagen 18 Stunden und 8 Minuten
nur knapp geschlagen geben. „Das ist wirklich ein superhartes Rennen und eine riesige Herausforderung. Veranstaltungen wie das Race Around Austria brauchen wir in Österreich, sie sind wichtig für Österreich. Es ist etwas ganz Besonderes, hier ins Ziel zu kommen“, sagte Leo Hillinger im Ziel.
Das Team OÖ. Kinderkrebshilfe benötigte 3 Tage 2 Stunden 10 Minuten für die 2.200 Kilometer lange Strecke rund um Österreich. Damit gelegte das Team rund um die Fahrer Andreas Riedl, Christian Gruber, Markus Weinhandl und Bernhard Sillipp den dritten Rang.

Strasser und Mayer mit Österreichischen Meistertiteln auf der CHALLENGE

Christoph Strasser und Barbara Mayer gewannen die Race Around Austria CHALLENGE presented by Fever-Tree und sicherten sich damit auch die Titel der erstmals vergebenen österreichischen Meisterschaft im Ultraradsport. Die beiden wurden ihren Favoritenrollen gerecht und erzielten jeweils fabelhafte Streckenrekorde auf den 560 Kilometern rund um Oberösterreich.

Mit dem Steirer gehen beim Race Around Austria erfahrungsgemäß Streckenrekorde einher. So war es auch heuer bei der zehnten Auflage des härtesten Radrennens Europas. Der 36-Jährige hält seit 2014 den Streckenrekord auf der Extremdistanz und bewältigte auch die CHALLENGE schneller als jemals ein Fahrer zuvor. 15 Stunden und 54 Minuten benötigte der Extremsportler für die 560 Kilometer lange Strecke und war dabei durchschnittlich mit mehr als 35 Kilometern pro Stunde unterwegs. Mit dieser Leistung entschied Strasser auch die erstmals ausgetragenen österreichischen Meisterschaften in der Disziplin Ultra für sich und durfte sich das rot-weiß-rote Siegertrikot überziehen. „Dieser Sieg hat eine große Bedeutung für mich. Nicht nur der Meistertitel freut mich, vor allem auf die sportliche Leistung bin ich sehr stolz. Ich wollte von Anfang an Vollgas geben, bis ich eingehe“, brachte der in Graz lebende Kraubather seine Renntaktik auf den Punkt.

Eingegangen ist er aber bis zum Schluss nicht. „Eine Zeit unter 16 Stunden ist eine super Leistung, ich bin sehr froh und auch stolz, dass sich am Ende der Streckenrekord ausgegangen ist. Der fünfmalige Sieger des Race Across America und dreifache Triumphator des Race Around Austria Extreme hat mit dem Rekordsieg auf der CHALLENGE und dem österreichischen Meistertitel einen weiteren Erfolg eingefahren und ein Ende ist nicht absehbar. So plane er auch im kommenden Jahr wieder beim Race Across America an den Start zu gehen. „Ich liebe diesen Sport einfach und habe nach wie vor große Freude daran“, beschreibt Strasser seine Motivation zu immer neuen Bestleistungen.

Für eine Rekordzeit in der Damenwertung sorgte die Oberösterreicherin Barbara Mayer. In 18 Stunden und 36 Minuten umrundete die 36-jährige Linzerin ihr Heimatbundesland und war nicht nur von ihrem Sieg überwältigt. „Es war ein Wahnsinn. Es verging keine Stunde, in der keine Fans neben der Strecke standen und anfeuerten. Auch wenn man unterwegs im schlimmsten Tief ist, pusht einen diese Unterstützung unglaublich und es geht wieder besser. Diese Fahrt rund um Oberösterreich war unfassbar“, zeigte sich die zweifache Mutter vor allem von der Stimmung während des Rennens überwältigt. „Dieses Trikot ist wirklich ein schwerverdientes, aber das beste“, freute sich Mayer im Ziel über Sieg, Rekord und Meistertitel. Im September steht sie auch im Aufgebot für die Rad-WM im September in Innsbruck. „Jetzt steht erst einmal ein bisschen Feiern und Erholung auf dem Programm. Danach konzentriere ich mich auf die WM und werde im September wieder voll angreifen“, erklärte die Allrounderin, die auch in der Elite und im Mountainbikesport zu Österreichs Spitze gehört.

Am Tag der Rekorde hielten sich auch Dominik Schickmair und Walter Sageder nicht zurück und gewannen den Zweierbewerb in 15 Stunden und neun Minuten und somit der schnellsten jemals gefahrenen Zeit. Als Sieger der Einzelwertungen der vergangenen Jahre wurden die  beiden ihrer Favoritenrolle gerecht. „Auch wenn man uns als Titelanwärter gesehen hat, war es sehr schwierig und ein harter Kampf. Wir wollten unbedingt gewinnen, haben unser Tempo durchgezogen und sind sehr glücklich“, beschreiben die beiden den Rennverlauf und freuen sich über den österreichischen Meistertitel.

In der BUSINESS CHALLENGE setzten sich Jürgen Penzenleitner und Lukas Islitzer vom Team Fever-Tree in einer Zeit von 16 Stunden und 34 Minuten durch.  

ERGEBNISSE zum DOWNLOAD

ERGEBNISSE DER Österreichischen Meisterschaften 2018

Alle Zwischenergebnisse: www.racegoat.com

 

 

Newsletter abonnieren