Wenn das Ultracycling die Bloggerszene erreicht

12.08.2020

Martin Granadia in seinem Element beim Race Around Austria 2020 (c) Blaz Oman

Ein gemischtes Starterfeld zeichnet die CHALLENGE Distanz der diesjährigen Ausgabe aus. Zu diesem bunten Mix gehören auch Nora Turner, Anna-Maria Wolkan und Martin Granadia. Keine unbekannten Namen, zumindest wenn man in Social Media Kreisen verkehrt. Bei dem ein oder anderen vielleicht besser bekannt als "Unicorn Cycling", "Rennradlwadl" und "169k.net". Heuer wollen sie ihre Leidenschaft zum Radsport nicht nur auf ihre Instagrambilder und Blogposts teilen, sondern auch im "wahren" Leben mit ihrem Können glänzen (hashtag no filter ;) ).

"Bei Instagram-Radfahrern, glaubt man ja immer, die fahren eh nicht wirklich Rad", so die 25-Jährige Nora Turner, die sich mit dem Pseudonym "Unicorn Cycling" die wohl größte Community in der Radszene im österreichischen Raum aufgebaut hat. Mit der Teilnahme an der Solo CHALLENGE will sie ihr Durchhaltevermögen am Drahtesel unter Beweis stellen. Dieser Herausforderung rund um Oberösterreich stellt sich auch die Vorarlbergerin Anna-Maria Wolkan, die unter dem Namen "Rennradlwadl" ihre Rad-Abenteuer auf diversen Social Media Kanälen teil. Im Gegensatz zu den beiden Damen, hat der Fotograf und Content Creator Martin Granadia (169k.net) die heuer zum ersten Mal ausgetragene UNSUPPORTED Version der CHALLENGE ins Auge gefasst. Für ihn ist diese Option die spannendste, da er so den Ultrasport in Ruhe für sich ausprobieren kann.

 

Angesteckt vom RAA-Fieber

Die Entscheidung zur Teilnahme ist keinem der drei schwer gefallen. Ganz nach dem Motto "Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck", kommen sie aus dem schwärmen nicht mehr heraus. Besonders die familiäre Atmosphäre hat Granadia in den Bann gezogen. "Ab der ersten Sekunde war es für mich klar, dass ich in irgendeiner Form mitfahren werde", so der in Wien lebende Hobbysportler. Weniger lang dauerte es von der anfänglichen Idee bis zur tatsächlichen Umsetzung bei Turner und Wolkan. Aus dem anfänglichen Hirngespinst, das beim erstmaligen Besuch im Vorjahr von den beiden Bloggerinnen rein nach der Devise "Das kannst du doch auch", geschmiedet wurde, wurde schließlich Ernst. Unzählige Trainingskilometer, Wochenenden, und Abendstunden wurden in die Vorbereitung investiert, bevor sie heute, Dienstag, die Startrampe herunterrollen durften.

 

Alles für die Community?

650 Kilometer gilt es zu bewältigen, in dieser Zeit "offline" zu sein: "undenkbar" für Unicorn Cycling. "Natürlich werde ich beim Fahren keine Stories machen, ich habe jedoch einen Fotografen an Board, der die einzigartige Macht über meinen Instagram Account hat", sagt sie. Auch Granadia ist der Ansicht, dass "es eine gute Geschichte zum erzählen geben wird". Obwohl die Eindrücke und Erfahrungen über diversen Medien mit den Followern geteilt werden, betonen die drei, dass sie dieses Abenteuer für sich selbst fahren. Und dabei gilt: Das Ziel ist das Ziel.

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