Strassers fabelhafte Fünf

21.06.2018

8 Tage 1 Stunde und 23 Minuten lang benötigte der Steirer Christoph Strasser für die Kontinentaldurchquerung beim Race Across America. Der 35-Jährige sorgte mit seinem fünften Erfolg für den neunten österreichischen Gesamtsieg. Und ganz nebenbei absolvierte er die 5.000 Kilometer mit dem zweitschnellsten Schnitt in der Geschichte. Nur 2014 war er selbst ein wenig schneller.

Kurz vor Mitternacht mitteleuropäischer Zeit erreichte der dreifache Gewinner des Race Around Austria den Zielstrich in Annapolis. Gemeinsam mit seiner elfköpfigen Mannschaft jubelte er über seinen Triumph. „Ein geiles Rennen. Uns sind keine Fehler unterlaufen und ich bin riesig stolz auf die gemeinsame Leistung“, jubelte Strasser nach der Durchfahrt. Von der Ziellinie folgte die obligatorische Paradefahrt zum Pier in Annapolis. Angeführt von RAAM-Chef Fred Boethling ging es die letzten neun Kilometer zum offiziellen Zielempfang. Trotz der Ortszeit von 18:30 fanden nur wenige Leute in den Zielbereich.

Trotzdem war der Jubel beim Team Strasser riesig, als er begleitet von seiner Crew die letzten Meter absolvierte. „Es ist ein großartiges Gefühl das Rennen nun zum fünften Mal als Sieger zu beenden. Es ist noch schwer zu verstehen, kamen die Siege doch so schnell und nahezu mühelos“, berichtete der 35-Jährige beim Interview.

Mit seinem ersten Erfolg 2011 eröffnete er eine neue Ära beim RAAM. „Ich hätte nie gedacht, dass ich derjenige bin, der in die Fußstapfen von Jure Robic tritt“, führte Strasser an, der seine starke Performance vor allem auf die vielen Jahre Erfahrung im Ultrabereich zurückführte: „Wir haben viel gelernt und jedes einzelne Puzzlestück fügte sich aneinander“.

Eine spektakulärere Zielankunft soll den Österreicher dann im August wieder erwarten. Er hat für die Race Around Austria CHALLENGE presented by Fever-Tree gemeldet und kämpft mit um das erste Meistertrikot im Ultraradsport. Denn erstmals geht es auf den 560 Kilometern rund um Oberösterreich um offizielle nationale Meistertitel. Am 15. August gegen zirka 16:00 Uhr startet Strasser in diesem Abenteuer von der Startbühne in St. Georgen/Attergau.

Noch einige Kilometer zu absolvieren haben die weiteren tapferen Athleten des RAAM. Auf dem zweiten Platz liegt der Luxemburger Ralph Diseviscourt, welcher im letzten August als Zweiter das Race Around Austria beendet hat. Wir wünschen dem zweifachen Familienvater noch alles Gute auf seinem letzten Tag. Denn er wird gut 24 Stunden nach Strasser im Ziel erwartet. Außerordentlich gut unterwegs ist auch die Schweizerin Nicole Reist. Die RAA-Gewinnerin von 2012 und 2013 wird sich mit einer Zeit von unter zehn Tagen wohl ihren zweiten Gesamtsieg in den USA sichern. Und mit Thomas Haas kämpft ein weiterer RAA-Teilnehmer in der Kategorie Ü50 um den Sieg. Nach Franz Wintersberger 2013 könnte ein weiterer Oberösterreicher diesen Klassensieg einfahren.

Gute Neuigkeiten gab es inzwischen auch vom Verunfallten Thomas Mauerhofer. Dem Steirer geht es den Umständen entsprechend wieder besser, nachdem er aufgrund seiner Verletzungen an der Halswirbelsäule operiert wurde.

 

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