Steirer dominieren Solo-Bewerb, Handbiker finishen unter 100 Stunden

18.08.2013

Der Sonntag war beim Race Around Austria fest in steirischer Hand. Auf dem Podest im Einzelbewerb standen schlussendlich mit Joachim Ladler, Severin Zotter und Jacob Zurl drei steirische Extremsportler auf den ersten Plätzen in der Gesamtwertung. Die beiden Handbiker Thomas Frühwirth und Manfred Putz beendeten ihr Abenteuer unter 100 Stunden und sorgten somit beim Race Around Austria für ein bemerkenswertes Debüt.

Nur mit der Kraft ihrer Hände umrundeten die beiden querschnittgelähmten Sportler beim Race Around Austria in 4 Tagen, 1 Stunde und 36 Minuten die Alpenrepublik. Dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22 km/h. „Es war ein unglaublich hartes Rennen für uns. Die vielen Höhenmeter nagen gewaltig am Körper“, erklärt ein überglücklicher Manfred Putz. Der ehemalige Olympiateilnehmer (Anm.: Peking 2008) war gezeichnet von den Strapazen der letzten Tage.

Putz: "In Gegenden gefahren, wo ich noch nie zuvor war"
Im Start- und Zielort St. Georgen im Attergau wurden die beiden von einer Vielzahl an Zusehern begrüßt. Von Samstag bis Sonntag veranstaltete der Ort im Salzkammergut ein Marktfest, durch welches die Fahrer auf dem Weg zum Ziel durchgeführt wurden. „Das Abenteuer, das wir vor vier Tagen begonnen hatten, ist nun zu Ende. Die Stimmung auf der Strecke war sensationell. In der Steiermark gab es sogar eigene Fanzonen für uns“, beschreibt Thomas Frühwirth seine Erlebnisse.
Für „Tiggertom“, der kurz vor der Veranstaltung seinen 32. Geburtstag feierte, geht das Training aber gleich weiter. Er wird heuer noch am Ironman in Hawaii teilnehmen. Manfred Putz war besonders beeindruckt von der Routenführung. „Ich bin mit meinem Handbike durch Gegenden gefahren, wo ich noch nie zuvor war. Besonders das Lesach- und das Paznauntal sind mir in Erinnerung geblieben“, schildert der 44-Jährige.

Ablinger: "Das sportlich Größte, das je ein Handbiker geleistet hat"
Im Ziel empfing sie Oberösterreichs Olympiasieger Walter Ablinger, der die Leistung der beiden besonders hervorhob: „Ich glaube, das ist das sportlich Größte, das je ein Behindertensportler am Handbike geleistet hat“.

Nachdem bereits die Zweier- und Viererteams Rekorde aufgestellt hatten, legte der Steirer Joachim Ladler bei den Einzelfahrern nach. In 3 Tagen, 21 Stunden und 6 Minuten unterbot er die Siegerzeit von Eduard Fuchs aus dem Vorjahr um mehr als zwei Stunden. Mit Severin Zotter und Jacob Zurl komplettieren zwei weitere Steirer die Top drei. Der 25-jährige Zurl wurde damit Rookie of the Year und damit bester Neuling des Jahres 2013.

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