Franz Scharler gewinnt RAA 1500

18.08.2018

Franz Scharler und sein Team nach seiner Rekordfahrt. Foto: RAA

Der Salzburger Franz Scharler kürte sich in der Nacht auf Samstag zum Gewinner des Race Around Austria 1500. Bei der Jubiläumsausgabe zum zehnjährigen Bestehen des härtesten Radrennens Europas bewältigte der 42-jährige Uttendorfer die 1500 Kilometer auf der „kurzen“ Umrundung Österreichs ohne Westteil in 2 Tagen 11 Stunden und 21 Minuten am schnellsten und verbesserte damit auch den Streckenrekord.

 

„Sensationell“, beschrieb Franz Scharler um 3 Uhr morgens das Gefühl nach seiner Zielankunft in St. Georgen im Attergau. In Rekordzeit absolvierte der Salzburger die 1500 Kilometer lange Strecke, bei der im Gegensatz zur Extremdistanz der Westteil Österreichs ausgelassen wird. „Soboth, Großglockner und die namhaften Anstiege waren sehr hart. Insgesamt war es aber richtig cool und die letzten Kilometer waren einfach nur zum Genießen“, beschrieb Scharler, der das gesamte Rennen mit nur fünf Minuten Schlaf absolvierte. Der Uttendorfer lieferte sich ein spannendes Duell mit dem Zweitplatzierten Christian Gammer, bei dem er am Ende die Nase vorne hatte. „Am Großglockner habe ich versucht, mich abzusetzen, das hat eigentlich ganz gut funktioniert. Dann habe ich es durchgezogen und eigentlich nicht mehr aufgehört zu pushen“, beschreibt der Salzburger den Rennverlauf. Nach einem 5. Platz bei der Race Around Austria CHALLENGE im vergangenen Jahr und dem Sieg über 1.500 Kilometer denkt der 42-Jährige schon an weitere Herausforderungen: „Eine Teilnahme auf der Extremdistanz ist natürlich schon im meinem Kopf, vielleicht schon nächstes Jahr. Aber jetzt genieße ich einmal den Sieg.“

Oberösterreicher komplettieren Podium

Knapp geschlagen geben musste sich der Bad Schallerbacher Christian Gammer, der nach 2 Tagen 12 Stunden und 27 Minuten ins Ziel kam. „Es war ein enges Rennen. In der Nacht war ich ein bisschen besser, untertags war Christian voran. In Summe war er einfach der schnellere Fahrer“, gratulierte Gammer seinem Gegner im Ziel. „Ich bin aber sehr glücklich über den zweiten Platz. Endlich auf dem Podium zu stehen ist ein super Gefühl“, freute sich der 30-Jährige über den ersten Stockerlplatz nach seiner fünften Teilnahme beim Race Around Austria.

Mit Nikolaus Pichler stand ein weiterer Oberösterreicher auf dem Podium. Der Steyregger war 2 Tage 17 Stunden und 59 Minuten unterwegs. Dass das Race Around Austria nicht nur ein geographischer, sondern auch ein körperlicher und mentaler Grenzgang ist, wusste der 43-Jährige im Ziel zu berichten. „Es war unglaublich, es war unglaublich fordernd. Ich war eigentlich mehrmals raus aus dem Rennen, hatte auch mit Knieproblemen zu kämpfen. 60 Kilometer vor dem Zieleinlauf, war ich der Meinung, das Rennen sei zu Ende und wollte heimfahren“, beschrieb der Drittplatzierte die Folgen



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