Dickbauer und Bachmann umrunden Oberösterreich am schnellsten

15.08.2019

Die Vorarlbergerin Anna Bachmann wiederholte ihren Triumph von 2017 und siegte bei der Race Around Austria CHALLENGE presented by Fever-Tree. Foto: Wolfgang Haidinger

Manuel Dickbauer aus Oberösterreich und die Vorarlbergerin Anna Bachmann triumphierten bei der sechsten Ausgabe der Race Around Austria CHALLENGE presented by Fever-Tree, der kürzesten Distanz von Europas härtestem Extremradrennen. 6500 Höhenmeter galt es dabei auf der 560 Kilometer langen Strecke mit Start und Ziel in St. Georgen/Attergau rund um Oberösterreich zu bewältigen.

Nach einem zweiten Platz im vergangenen Jahr schaffte es der Oberösterreicher Manuel Dickbauer ganz nach oben aufs Podest. Er umrundete sein Heimatbundesland in 17 Stunden und 21 Minuten. „Das insgeheime Ziel war schon der Sieg, aber das Rennen ist lang und es kann auf der Strecke viel passieren. Umso mehr freue ich mich jetzt, dass es sich auch wirklich ausgegangen ist“, jubelte der 37-jährige Micheldorfer im Ziel. Mit dem Sieg als Zielvorgabe bestimmte er von Beginn des Rennens an das Tempo und schaffte es, den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. „Es war ein sehr hartes Stück Arbeit. Bis Schärding bin ich im Schnitt 38 km/h gefahren. Ab Kilometer 300 ist der Abstand zu den Verfolgern dann immer größer geworden, ab dann ist alles super gelaufen“, resümierte Dickbauer nach seinem Triumph.

Glücklich über Rang zwei war der Steirer Dominik Tantscher, der nach 17 Stunden und 54 Minuten wieder im Ziel war. „Ich glaube, es dauert noch ein bisschen, bis ich es realisiert habe, aber das Gefühl ist auf alle Fälle super“, freute sich der 28-Jährige. „Meine Renntaktik ist voll aufgegangen, es hat alles reibungslos geklappt. Das hügelige Gelände im Mühlviertel und auch die letzten 50 Kilometer haben allerdings schon sehr an der Psyche gezehrt“, resümierte der Grazer.
 
Den dritten Platz holte sich der Deutsche Franz Häckl in 18 Stunden und 36 Minuten. „Er hat wahnsinnig schnell begonnen. Wir waren nicht sicher, ob er dieses Tempo durchhält, aber er hat es bis zum Schluss durchgezogen“, erzählte das Team des 25-Jährigen im Ziel.

Wenn sie fährt, gewinnt sie

Bei den Damen führte auch heuer der Sieg über Anna Bachmann aus Götzis. Sie gewann schon 2017 auf der CHALLENGE, im vergangenen Jahr entschied sie die Wertung auf der 2.200 Kilometer langen Extremdistanz für sich und heuer wiederholte die aktuelle Österreichische Meisterin im Ultraradsport ihren Triumph von 2017 in 19 Stunden und 23 Minuten. „Es ist brutal lässig, dass sich eine Zeit unter 20 Stunden ausgegangen ist. Vor allem die zweite Hälfte des Rennens war heuer unglaublich hart“, erzählte die 27-jährige Vorarlbergerin im Hinblick auf ihr hohes Anfangstempo und die schwierigen Bedingungen bei Kälte und Nässe. „Während des Rennens habe ich mehrmals gehadert, aber für diese Zieleinfahrt würde ich um die halbe Welt fahren. Das Rennen ist eine super Veranstaltung, darum komme ich auch immer wieder gerne“, relativierte die Extremsportlerin die Strapazen des Rennens nach ihrem Sieg.

Alexandra Wogg aus Leibnitz lieferte bei ihrem Premierenstart bei der Race Around Austria CHALLENGE mit einer Zeit von 20 Stunden und 13 Minuten eine starke Vorstellung und belegte den zweiten Rang. „Ich habe überhaupt nicht gewusst, was auf mich zukommt, habe meine Leistung also vorher nur schwer einschätzen können. Dass es so schnell wird, hätte ich nie gedacht. Ich glaube, ich hatte einfach einen Bombentag“, blickte die 42-Jährige auf ihre erste Ultrasporterfahrung zurück. Trotz der Anstrengung konnte die Zweitplatzierte das Rennen aber auch genießen: „Es war phasenweise wie Urlaub. Wann sonst wird man bekocht, an- und umgezogen. Auch die Fahrt in der Nacht, als der Vollmond aufging, war einfach unpackbar schön.“ 


Ergebnisse: https://race.perfect-tracking.com/race/raa2019/ergebnisse

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