
Was ist das RACE AROUND AUSTRIA?
Das RACE AROUND AUSTRIA ist eine Sportveranstaltung mit Abenteuercharakter in Österreich, an der Profis und Amateure teilnehmen können.
Einzelfahrer und Teams absolvieren ca 2200 km mit ca. 27.000 Hm entlang der Grenzen Österreichs.
Wann und wo findet das RACE AROUND AUSTRIA statt?
Start ist am Freitag, 20. August 2010 mit Start und Ziel in Schärding am Inn (Oberösterreich). Der Solobewerb der Frauen startet einen Tag früher.
Wer sind die Teilnehmer des RACE AROUND AUSTRIA?
Im Teambewerb ist es prinzipiell jedem durchschnittlich trainierten Hobbyathleten möglich, Österreich zu umrunden. Die Karenzzeit ist so ausgelegt, dass es jedem möglich ist, innerhalb dieser das Ziel zu erreichen.
Was ist der Unterschied zwischen dem Extreme RACE AROUND AUSTRIA und dem Team RACE AROUND AUSTRIA?
Extreme RACE AROUND AUSTRIA
Die besten Fahrer Österreichs bzw. Europas bieten Extremradsport auf höchstem Niveau. Unter Einhaltung der klassischen Regeln des Ultraradsports in rund 100 h rund um Österreich. Das RACE AROUND AUSTRIA ist die Alternative zum Race Across America.
Team RACE AROUND AUSTRIA
Abenteuer – individuelle Herausforderung etwas Besonderes zu leisten.
Beim Team - RACE AROUND AUSTRIA kann prinzipiell jeder mitfahren (bei einem 4er Team kommt jeder auf 6 Fahrstunden, und das verteilt auf 24 Stunden).
Teamarbeit – Regelwerk so gestaltet, dass ohne harmonisches Team ein Erfolg nicht möglich ist. Erfolgserlebnis und Herausforderung auch für Teammitglieder! Die Regeln besagen, dass zumindest ein Radfahrer auf der Strecke sein muss. Pausen sind möglich, werden aber beim Teambewerb kaum getätigt.
Wieviele Betreuer brauche ich beim RACE AROUND AUSTRIA?
Wir schätzen, dass für den Einzelbewerb 2-3 Betreuer ausreichen. In einer Vierermannschaft werden wohl auch nicht mehr benötigt - das Team RoadBIKE schaffte es 2009 in einer Vierermannschaft ohne Betreuer das Rennen zu finishen. Wir empfehlen aber auch im Viererteam zumindest 2 Betreuer.
Brauche ich für das RACE AROUND AUSTRIA einen Arzt an Bord?
Nein. Wir sind nicht in Amerika, die Infrastruktur ist in Österreich so gut, dass in 15 Minuten überall eine Rettung vor Ort sein kann. Für kleinere Problemchen kommt man mit einer Reiseapotheke ohne Probleme durch. Und sollte etwas gröberes sein, gibt es in jedem Ort ja einen diensthabenden Gemeindearzt, eine Rot-Kreuz Stelle oder ein Krankenhaus, welches man ohne Probleme aufsuchen kann.
Wieviele Autos brauche ich für dieses Rennen?
Für das Rennen selbst wird ein Pace Car (am besten ein Multivan) vorgeschrieben, der permanent beim Fahrer ist. Wie der Transport der restlichen Fahrer in einem Team passiert, wo die Schlafpausen abgehalten werden - das ist eine Sache, die jedes Team individuell gestalten kann. Beim RAAM sind die Mannschaften mit einem zusätzlichen Wohnmobil unterwegs - kann auch in Österreich von Vorteil sein, muss aber nicht. Ist ja durchaus möglich dass man sich in einer Pension kurz einmietet oder seine Schlafpause hinten im Pace Car oder Zweitauto verbringt. In einem Van kann man sehr gut schlafen, wenn man sich ordentlich einrichtet. Beachtet allerdings, dass auch die Crew Schlaf benötigt. Wenn man 200 Kilometer mit einem zusätzlichen Auto vorfahren kann, dort schläft und dann ausgeruht weiterfahren kann, hat das durchaus seine Vorteile. Spielt eure Taktik am Besten einfach mal am Papier durch.
Darf ich während des Rennens meine Crew wechseln?
Natürlich, kein Problem. Wichtig ist nur, dass alle Crewmitglieder, die im Laufe des Rennens im Einsatz sind, der Rennleitung gemeldet werden und die Haftungsfreistellungserklärung im Rennbüro unterschrieben abgegeben wurde. Das könnt ihr bequem zu Hause erledigen. Unter "Download" könnt ihr sie ausdrucken, unterschreiben lassen und nach Schärding mitbringen. Der zusätzliche Betreuer kann dann während des Rennens zu- oder aussteigen. Sollte ein Betreuer unerwartet ausfallen, kann natürlich ebenfalls nachbesetzt werden.
Wie wird beim RACE AROUND AUSTRIA navigiert?
Es gibt ein Routebook, eine Beschreibung mit Kartenmaterial. das Rennen 2009 hat gezeigt, dass fast alle Teams ausschließlich die Karte zum Navigieren verwendeten, und mit dieser ohne Probleme rund um Österreich gefunden wurde.
Man kann sich auch die Strecke auf ein Navigationsgerät laden und so der Strecke folgen. Die Erfahrung zeigte aber, dass fast alle Teilnehmer auf die Technik verzichteten und analog navigierten.
Wie ist die Karenzzeit ausgelegt?
Um in die Wertung zu kommen, können knapp 6 Tage benötigt werden. Das sind gut 15 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit - auch für absolut untrainierte Teams kein Problem. Beim Frauen - Solobewerb ist die Karenzzeit um einen Tag länger. Das sind 13 km/h Durchschnitt.
Was gibts beim RACE AROUND AUSTRIA zu gewinnen?
Wir verstehen uns als Breitensportveranstaltung mit Spitzensportbeteiligung, und nicht umgekehrt. Deshalb versuchen wir, das Rennen auch für die Masse leistbar und attraktiv zu gestalten. Dazu zählt unserer Meinung nach auch die Höhe des Startgeldes. Wir sind der Meinung, dass es nicht im Sinne des Rennens ist, höhere Startgelder zu verlangen, um dann Preisgeld an die Sieger auszahlen zu können. Ebenso kaufen wir uns keine Profiathleten ein. Unsere Trophäen heben den Finisher - Gedanken in den Vordergrund. Für die Sieger gibt es aber überaus attraktive Warenpreise zu gewinnen.
Welche Räder werden beim RACE AROUND AUSTRIA gefahren und zugelassen?
Grundsätzlich ist alles erlaubt, was laut Straßenverkehrsordnung zugelassen ist bzw. laut unseren Regeln modifiziert wurde. Daher darf bei uns mit Rennrädern, Zeitfahrrädern, Liegerädern, Handbikes, Mountainbikes usw. auch gefahren werden. Sie alle müssen aber auch "nachttauglich" - daher sind entsprechend der Regeln und der Straßenverkehrsordnung Lichter und Strahler anzubringen. Wir empfehlen auf alle Fälle Kompaktkurbeln und genügend Zähne hinten (ein 27er oder ein 28er Ritzel hinten hat durchaus seine Vorteile).
Wie schauts mit der Taktik aus, wie viel Schlaf benötige ich?
Das ist eine Sache, die jedes Team/jeder Fahrer für sich selbst entscheiden kann. Fakt ist aber, dass zuviel Radfahren und zuwenig Regeneration am Ende des Rennens zur Aufgabe zwingen kann. Zusätzlich kann die Rennleitung zu stark übermüdete Athleten aus dem Rennen nehmen oder ihnen eine Zwangspause verordnen.
Interessant dazu: Dr. Michael Nehls erzählt in einem Podcast (http://www.podcast.de/episode/1327300/Dr._Michael_Nehls,_Extremsportler_-_16.08.2009) von der Teilnahme beim Race Across America - hier lässt sich einiges auf das Race Around Austria umlegen.
Wohnmobil: Ja oder Nein?
Eure Entscheidung. Nachteil eines Wohnmobils sind sicher die Kosten von Leihe und Benzin. Außerdem ist es schwerer zu fahren, und da wir ja meist nicht gerade auf Autobahnen unterwegs sind, ist die Fahrt rund um Österreich sicher nicht leicht. Unserer Meinung nach reicht ein großer Van bzw. ein Kleinbus (Ford Transit, VW Transporter etc.) als zweites Auto vollkommen aus. Auch hier kann man es sich gemütlich einrichten. Wir sind nicht in Amerika, wo durch die fehlende Infrastruktur alles im Wohnmobil erledigt werden muss. Und für Duschmöglichkeiten sorgen wir bei den Zwischenstationen.
Brauche ich eine Lizenz, um beim Rennen teilnehmen zu können?
Nein! Weder eine Radsportverbandslizenz noch andere Belege oder Bestätigungen müssen vorgelegt werden. Profis beachten bitte Punkt 1 der Regeln. Wir empfehlen einen Gesundheitscheck beim Hausarzt!
Darf ich von rennfremden Personen mit dem Rad begleitet werden?
Grundsätzlich ja - über kurze Zeit (max. eine halbe Stunde pro Tag) ist das kein Problem. Es darf in keinem Fall aber der Windschatten ausgenutzt werden. Entsteht duch die Begleitung ein ungerechtfertigter Vorteil für den Teilnehmer, ist die Begleitung zu unterlassen. Der Begleiter wird dem Teilnehmer zugerechnet. Entsteht eine gefährliche Situation, kann ein Penalty vergeben werden. Die Grenze zur Erlaubtheit ist jedenfalls die schikanöse Ausübung der Begleitung.
Kann ein Ersatzrad mitgenommen werden?
Ja! Sofern es bei der technischen Abnahme als in Ordnung befunden wurde.
Nachtfahrten: Im Reglement steht, dass das Pace Car knapp hinter dem Radfahrer fahren muss. Wie ist das bei Bergabfahrten? Muss da nicht wegen der Sicherheit mehr Abstand gehalten werden?
Regel 1: Sicherheit hat oberste Priorität, daher bitte mit Hirn die Abfahrten in der Nacht passieren. Das Pace Car sollte bei Nacht den Teilnehmern bei Bergabfahrten die Fahrt erleichtern, ihnen die Straße ausleuchten. Findet einen Mittelweg zwischen Abstand und Licht, damit ihr sicher nach unten kommt.
Laut StVO sind nur Fahrradlampen bis 5 Watt erlaubt. Wie ist das mit z. Bsp. der Lupine oder Powerleds? Und dürfen die roten Lichter nach hinten auch blinken?
Von unserer Seite erlauben wir alles, je mehr Licht desto besser. Bitte auf eine korrekte Einstellung achte, die entgegenkommenden Fahrzeuge dürfen nicht geblendet werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es nur Probleme mit der Exekutive gibt, wenn die Lampe am Rad zuwenig Licht gibt. Blinkende Rücklichter sind laut StVO erlaubt.
Laut Reglement müssen ja die Schuhe mit Leuchtreflektoren versehen werden. Passt das auch wenn wir Leuchtbänder um die Knöchel geben? Wie ist das denn mit Überschuhen?
Ist grundsätzlich alles in Ordnung. Das Tragen von Überschuhen ist kein Problem, da sich ja noch Leuchtstreifen auf dem Fahrrad hinten befinden müssen. Außerdem haben die meisten Überschuhe hinten einen Reflektor. Auf Beklebung des Rades (nicht der Schuhe!) kann gänzlich verzichtet werden, wenn der Athlet eine reflektierende Warnweste trägt. Diese muss aber ganzheitlich reflektierend (wie jene, die in den Autos mitgeführt werden müssen) ausgeführt sein. Kleine Streifen reichen hier nicht aus.
Was ist wenn ein Teammitglied beim Start verhindert ist, sich verletzt oder aus sonstigem Grund nicht starten kann?
Kein Problem. Wichtig ist das das Team steht, ob nun ein Fahrer vor dem Start ausgewechselt wird oder nicht ist egal. Der Wechsel übrigens bis eine halbe Stunde vor dem Start möglich und muss nicht begründet werden.
In Amerika werden orange Drehlichter beim Pace Car verwendet. Ist das auch beim Race Around Austria zulässig?
Es steht allen Teilnehmern frei, orange Drehlichter zu verwenden, die nach vorne abgeklebt sind. Ebenso stellen wir euch frei, Zusatzbeleuchtung zu verwenden. Beachtet aber bitte: Streng genommen ist es in Österreich nicht erlaubt, Drehlichter und Zusatzbeleuchtung zu montieren. Da sie unserer Meinung gerade in der Nacht aber durchaus Sinn machen, um herannahende Autos von hinten zu warnen, lassen wir euch die Entscheidung über. Ebenso verhält es sich mit Zusatzscheinwerfern. Die sind meist viel Arbeit, und unserer Meinung nach reicht es, mit normalem Fernlicht die Straße auszuleuchten. Sollte jemand aber Zusatzscheinwerfer montieren, wird dies von unserer Seite her erlaubt. ACHTUNG: Diese Aufbauten entsprechen allesamt nicht wirklich der Straßenverkehrsordnung. Im Falle einer Polizeikontrolle ist jeder Teilnehmer selbst für die Folgen (Strafen, Hinderung an der Weiterfahrt, Zeitverlust etc.) verantwortlich.
Wird dem Radfahrer mit dem Pace Car gefolgt, soll die Warnblinkanlage auf jeden Fall eingeschaltet werden. Das wurde uns von der Polizei empfohlen und hat auch durchaus Sinn. Wichtig ist der Grundsatz, so unbemerkt wie möglich rund um Österreich zu kommen. Staubildung ist unbedingt zu vermeiden und führt unweigerlich zu einem Penalty. Bei viel Verkehr am Tag herrscht sogenannter "Leapfrog-Support", zu Deutsch: Betreuen vom Straßenrand aus, um die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs nicht zu beeinträchtigen. Wie das genau funktioniert, erklären wir beim Pre Race Meeting.
Wie sieht das denn mit Musikanlagen und Lautsprechern am Pace Car aus?
Sind von unserer Seite her erlaubt, wenn sie angemessen betrieben werden. Gerade in der Nacht ist in bewohntem Gebiet die Lautstärke anzupassen. Ebenso haben Anweisungen an den Radfahrer in der Nacht leise - und damit meinen wir wirklich leise - zu erfolgen. Es gibt Häuser an Kreuzungen, die in der Nacht nicht 20mal eine Weganweisung via Lautsprecher hören wollen. Unsere Officials sind angewiesen, dies mit Sorgfalt zu überwachen und ggf. Penaltys zu verhängen.
Hier gibt´s den ersten Entwurf der original RACE AROUND...
Schärding ist Start- und Zielort des RACE AROUND AUSTRIA...